Audi 200 blau

Der Organspender

Dieser Wagen viel mir im Internet ins Auge, weil er doch noch recht gut aussah und nicht viel kosten sollte. Also wurde ein Termin zu Begutachtung gemacht und am Wochende hingefahren. Alles in allem ein für diese Laufleistung passabler Zustand trotz sieben Vorbesitzern. Natürlich kein Vergleich zu meinen Schwarzen, aber zur Ausstattung gehörte folgendes:

  • Klimaautomatik
  • eletrisch verstellbare Sitze mit Memory
  • Automatikgetriebe
  • Geschwindigkeits Regel Anlage
  • Orginal “Gullideckel” Alufelgen

Leider war nur ein kleine Probefahrt möglich, denn der Wagen war nicht angemeldet. Auf dem kurzen Stück lies sich nicht viel testen, aber ein funtionierender Tempomat an sich war schon eine überaus positive Sache. Der Wagen sprang zwar schlecht an, aber dies war nur ein kleines Problem. Nachdem ich nun abgewägt hatte wie hoch der materielle Wert sein, handelte ich mit dem Verkäufer einen fairen Preis aus.

Am darauf folgenden Wochende holte ich den Wagen ab und das Erste was ich in der Hand hielt, war mein Innenspiegel. Auf der Heimfahrt stellten sich bald heraus, dass irgenwas an der hydraulischen Anlage des Wagens nicht stimmte. Allerdings fuhr sich der Wagen erstklassig. Eine sehr leichtgängige Servolenkung, ein angenehmes Fahrwerk und der komplette Ladedruck des Laders war als überaus positiv zu vermerken. Nach fünf Tagen kam der Wagen dann in sein Zwischenlager, bei meinem Kumpel auf den Parkplatz, um dort darauf zu warten, dass sich eine passende Unterstellmöglichkeit bietet.

Da der schwarze 200ér aber immer mehr zicken machte und ich bald ein Auto dringend benötigte, holte ich Dornröschen aus dem Schlaf. Um das Hydraulikproblem zu lösen, besorgte ich einen neuen Druckspeicher aber leider musste ich feststellen, dass die Niveauregulierung die Ursache für das Problem sein. Ich kauft also zwei hinter Federbeine und legte somit die NivReg still. Problem gebannt! Um das Problem mit dem schlechten Startverhalten kümmerte ich mich allerdings nicht, denn es war nicht so tragisch und auf Benzinpumpenausbau hatte ich grad keine Lust. Nun wurde der Wagen so lange gefahren, bis der schwarze 200ér wieder akzeptabel lief und ein Unterstellmöglichkeit gefunden wurde.  Genau ein Jahr stand er nun in einer Garage und wurde währendessen seinem (leider) wirklichen Verwendungszweck zugeführt. Nun war endlich ein passendes Objekt für seine letzte große OP gefunden und so wurde die Garage gekündigt, ein Trailer besorgt und der Wagen abtransportiert. Wirklich sehr Schade, den trotz der vielen Kilometer und Vorbesitzer, war der Wage sehr gutmütig und verbauchte sogar weniger als der Andere. Aus heutiger Sicht (2011) sehr unvernünftig, denn gute 200ér sind kaum noch zu finden.

Die Zerlegung beginnt!